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Eisprungkalender24

Eisprung Lexikon und Glossar

24 Begriffe von A wie Basaltemperatur bis Z wie Zykluscomputer, kurz und fachlich geprüft. Jeder Eintrag verweist auf den passenden Ratgeber oder Rechner.

Redaktion Eisprungkalender24· Stand:

Redaktionell erstellt und geprüft. Kein Ersatz für ärztlichen Rat, bei Beschwerden bitte eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen.

Basaltemperatur
Die niedrigste Körpertemperatur im Tagesverlauf, gemessen direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen. Nach dem Eisprung steigt sie durch das Hormon Progesteron um 0,2 bis 0,5 °C und bleibt bis zur Periode erhöht. Bleibt die Hochlage länger als 18 Tage bestehen, spricht das für eine Schwangerschaft.
Basaltemperatur auswerten →
Choriongonadotropin (hCG)
Das Schwangerschaftshormon. Es wird vom Embryo ab der Einnistung gebildet, später von der Plazenta. hCG erhält den Gelbkörper und damit die Progesteronbildung, verhindert so die Periode und ist das, was Schwangerschaftstests im Urin oder Blut nachweisen.
Schwangerschaftstest: ab wann? →
Corpus luteum (Gelbkörper)
Der Rest des gesprungenen Follikels im Eierstock. Er bildet nach dem Eisprung Progesteron und etwas Östrogen und bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung vor. Kommt keine Schwangerschaft zustande, bildet er sich nach etwa 12 bis 16 Tagen zurück, der Progesteronspiegel fällt, die Periode setzt ein.
Weiblicher Zyklus
Der hormonell gesteuerte Ablauf von Periode, Follikelreifung, Eisprung und Gelbkörperphase, im Mittel 28 Tage, normal sind 21 bis 35. Zyklustag 1 ist der erste Tag der Periode. Die erste Zyklushälfte (Follikelphase) variiert in der Länge, die zweite (Lutealphase) ist mit 12 bis 16 Tagen recht konstant.
Weiblicher Zyklus im Detail →Phasen und Ablauf →
Eierstöcke (Ovarien)
Die beiden Keimdrüsen der Frau. Bei der Geburt enthalten sie rund ein bis zwei Millionen unreife Eizellen, zur Pubertät noch etwa 300.000 bis 400.000. In jedem Zyklus reift eine Gruppe von Follikeln heran, meist gibt nur einer seine Eizelle beim Eisprung frei. Die Eierstöcke bilden außerdem Östrogen und Progesteron.
Eileiter (Tuben)
Die beiden Verbindungsgänge zwischen Eierstock und Gebärmutter. Ihr trichterförmiges Ende fängt die Eizelle nach dem Eisprung auf. Die Befruchtung findet im äußeren Drittel des Eileiters statt; die befruchtete Eizelle wandert dann in vier bis fünf Tagen in die Gebärmutter.
Eileiterschwangerschaft
Eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutterhöhle (extrauterine Gravidität, EUG), zu über 95 Prozent im Eileiter. Betrifft etwa 1 bis 2 Prozent aller Schwangerschaften. Sie kann nicht ausgetragen werden und ist ein Notfall, wenn der Eileiter reißt. Warnzeichen: einseitige Unterbauchschmerzen und Schmierblutungen bei positivem Test.
Eisprung (Ovulation)
Das Freisetzen einer reifen Eizelle aus dem Follikel des Eierstocks, ausgelöst durch den Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH). Er liegt etwa 14 Tage vor der nächsten Periode, nicht in der Zyklusmitte. Die Eizelle ist danach 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig.
Eisprung: wann? →Anzeichen →
Eisprungkalender
Ein Rechner, der aus dem ersten Tag der letzten Periode und der Zykluslänge den voraussichtlichen Eisprung, die fruchtbaren Tage, das Einnistungsfenster und die nächste Periode ermittelt (Kalendermethode). Hilfreich bei Kinderwunsch und regelmäßigem Zyklus, als Verhütung ungeeignet.
Zum Eisprungkalender →
Eizellen und Follikel
In jedem Zyklus beginnen 10 bis 20 Follikel zu wachsen; einer wird zum dominanten Leitfollikel und springt. Die übrigen bilden sich zurück. Werden zwei Eizellen freigesetzt und befruchtet, entstehen zweieiige Zwillinge; eineiige Zwillinge entstehen dagegen aus einer befruchteten Eizelle, die sich teilt.
Eklampsie
Seltene, schwere Komplikation einer Präeklampsie (Bluthochdruck und Eiweiß im Urin in der Schwangerschaft) mit Krampfanfällen, meist im letzten Drittel oder um die Geburt. Warnzeichen der Vorstufe sind starke Kopfschmerzen, Augenflimmern, Oberbauchschmerzen und plötzliche Wassereinlagerungen. Die Vorsorge-Untersuchungen mit Blutdruck- und Urinkontrolle dienen genau dieser Früherkennung.
Endometriose
Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe wächst außerhalb der Gebärmutter, etwa an Eierstöcken, Eileitern oder im Bauchfell, und blutet dort im Zyklus mit. Typisch sind starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Sex und ein erschwerter Kinderwunsch. Betroffen sind etwa 10 Prozent der Frauen; bis zur Diagnose vergehen im Schnitt mehrere Jahre.
Endometriose: Symptome →
Endometrium
Die Gebärmutterschleimhaut. Sie baut sich unter Östrogen in der ersten Zyklushälfte auf, wird unter Progesteron in der zweiten Hälfte auf die Einnistung vorbereitet und wird ohne Schwangerschaft mit der Periode abgestoßen.
Hormonelle Regelung des Eisprungs
Der Hypothalamus gibt GnRH ab, die Hirnanhangdrüse daraufhin FSH (Follikelreifung) und LH. Der wachsende Follikel bildet Östrogen; überschreitet es eine Schwelle, löst das den LH-Gipfel aus, der 24 bis 36 Stunden später den Eisprung bewirkt. Ovulationstests messen genau diesen LH-Anstieg im Urin.
Hormone und Stimmung →
Kurzer Zyklus
Ein Zyklus unter 21 Tagen (Polymenorrhoe). Häufig liegt eine verkürzte erste Zyklushälfte oder eine Gelbkörperschwäche vor. In den Wechseljahren werden Zyklen zunächst kürzer. Der Eisprung liegt entsprechend früh, bei 21 Tagen um Tag 7.
Kurzer oder langer Zyklus →
Periode und Eisprung
Die Periode beginnt, wenn der Gelbkörper zugrunde geht und Progesteron abfällt, etwa 14 Tage nach dem Eisprung. Deshalb lässt sich der Eisprung rückwärts von der Periode bestimmen, nicht vorwärts vom Zyklusbeginn. Blutungen ohne vorherigen Eisprung (anovulatorische Zyklen) kommen vor, etwa nach dem Absetzen der Pille oder in den Wechseljahren.
Ovulationsinduktion
Medikamentöses Auslösen des Eisprungs in der Kinderwunschbehandlung, etwa mit Clomifen oder Letrozol (Tabletten) oder FSH-Spritzen, gefolgt vom hCG-Auslöser. Wird bei ausbleibendem Eisprung eingesetzt, zum Beispiel bei PCOS, und immer unter Ultraschallkontrolle wegen des Risikos von Mehrlingen und Überstimulation.
Eisprung auslösen →
Ovulationstest (LH-Test)
Urinteststreifen, der den LH-Anstieg vor dem Eisprung erkennt. Ein positiver Test bedeutet: Eisprung in den nächsten 24 bis 36 Stunden, also jetzt die fruchtbarsten Tage. Empfindlichkeit 10 bis 25 mIU/ml; digitale Tests lesen die Linie automatisch aus.
Digitale Ovulationstests im Vergleich →
Schwanger werden
Pro Zyklus mit Verkehr an den fruchtbaren Tagen liegt die Chance bei etwa 20 bis 30 Prozent (unter 30 Jahren). Innerhalb eines Jahres werden rund 85 Prozent der Paare schwanger. Ab zwölf Monaten ohne Erfolg (ab 35 Jahren: sechs Monate) empfiehlt sich die Abklärung in der Kinderwunschsprechstunde.
Eisprung und Befruchtung →
Subzonale Insemination (SUZI)
Historisches Verfahren der künstlichen Befruchtung, bei dem mehrere Spermien unter die Eihülle (Zona pellucida) gespritzt wurden. Es wurde in den 1990er-Jahren durch die ICSI abgelöst, bei der ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle eingebracht wird.
Unfruchtbare Phase
Die Tage, an denen eine Befruchtung praktisch ausgeschlossen ist: nach den NFP-Regeln ab dem Abend des dritten höheren Temperaturwerts bis zur nächsten Periode, und in den ersten Zyklustagen, sofern der Zyklus lang genug und der Zervixschleim noch nicht fruchtbar ist. Die reine Kalenderrechnung reicht dafür nicht.
Hormonfreie Verhütung →
Zeitverlauf des Eisprungs
LH-Gipfel, 24 bis 36 Stunden später der Eisprung, Eizelle 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig, Befruchtung im Eileiter, 4 bis 5 Tage Wanderung in die Gebärmutter, Einnistung an Tag 6 bis 12 nach dem Eisprung, hCG im Blut ab etwa Tag 9, Periode oder positiver Test an Tag 14.
Einnistungsrechner →
Zervixschleim (Zervikalschleim)
Das Sekret des Gebärmutterhalses. Unter Östrogen wird es um den Eisprung klar, dehnbar und spinnbar wie rohes Eiweiß und lässt Spermien passieren, die darin bis zu fünf Tage überleben. Nach dem Eisprung wird es unter Progesteron wieder zäh und trüb. Die Beobachtung ist Teil der symptothermalen Methode.
Eisprung erkennen: Methoden →
Zykluscomputer
Gerät oder Medizinprodukt-App, das Basaltemperatur und je nach Modell Zervixschleim oder LH-Werte nach den NFP-Regeln auswertet und fruchtbare sowie unfruchtbare Tage anzeigt. Zertifizierte Geräte (etwa cyclotest, Ovy, trackle) dürfen zur hormonfreien Verhütung eingesetzt werden; reine Zyklus-Apps mit Kalenderlogik nicht.
Zykluscomputer im Vergleich →

Rechner

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